Über mich

Daniela Utz
"Wie funktionieren eigentlich neurotypische Menschen?"
Das fragte ich 2015 meine Dozentin in einer Weiterbildung zum Thema Hochsensibilität und ADHS. Lange dachte ich, ich sei einfach etwas anders, eine Suchende und müsse mich schlichtweg mehr anstrengen, damit ich in das Leben passe.
Der Preis der Anpassung: People-Pleasing und das Impostor-Syndrom bei ADHS
Doch diese ständige Anstrengung führte zu extremem People-Pleasing und dem beklemmenden Gefühl: "Irgendwann merken alle, dass ich eigentlich gar nichts kann" (Impostor-Syndrom).
Der Wendepunkt: Meine ADHS-Spätdiagnose
Erst viele Jahre später, während meiner Arbeit als Tutorin, fiel der Groschen so richtig. Mit 48 Jahren erhielt ich meine ADHS-Diagnose. Plötzlich ergab alles Sinn: das innere Chaos, die unzähligen Umzüge, die vielen Jobwechsel, meine Erlebnisoffenheit (Labilität). Es war kein Versagen! Mein Gehirn funktioniert einfach anders.
Warum es das ErmutigungsZimmer gibt
Ich begleite dich nicht nur mit distanziertem Lehrbuchwissen, sondern mit gelebter Erfahrung. Ich weiss , wie viel Kraft es kostet, in einer neurotypischen Welt zu funktionieren und wie befreiend es ist, endlich mit dem eigenen Nervensystem zu arbeiten, statt dagegen.
Wenn ich die Coachin/Beraterin-Mütze absetze...
Ein perfektes Leben findest du bei mir nicht. Denn auch ich trage einen Rucksack, nur kenne ich dessen Inhalt inzwischen ziemlich gut. Du triffst hier auf jemanden, der echte Begegnungen auf Augenhöhe liebt und selbst immer wieder übt, die eigene Unvollkommenheit liebevoll anzunehmen.
Mein Anker: Die Ruhe auf dem Land in der Zentralschweiz und meine stabile Beziehung zu meinem Mann, die mir seit 2006 unheimlich viel Halt gibt. Meine langjährigen Freundschaften (ja auch das ist mit ADHS möglich) und unser Kater Mogli, mit dem wir unseren allabendlichen Waldspaziergang geniessen.
Mein Dopamin: Ich liebe das Reisen, das Tauchen und Achterbahnfahrten. Genau diese Prise Abenteuer und Nervenkitzel braucht mein ADHS-Gehirn.
Meine Realität: Auch ich werde heute noch nervös, wenn ich nicht weiss, was auf mich zukommt. Die Versagensangst klopft ab und zu noch an. Der Unterschied? Ich weiss heute, wie ich damit umgehe.